R.A. Salvatore: Die Dunkelelfen (Die Legende von Drizzt, Buch I)

R.A. Salvatore: Die Dunkelelfen

R.A. Salvatore: Die Dunkelelfen

R.A. Salvatores Die Saga vom Dunkelelf wurde 2010 neu aufgelegt. Aus den ursprünglichen sechs Büchern wurden drei, wie im amerikanischen Original auch. Nachdem ich mit Gauntlgrym wieder Gefallen an Salvatore gefunden hatte, dachte ich mir, dass es an der Zeit sei, endlich zu lesen, wie die Geschichte von Drizzt Do’Urden eigentlich begann.

Sie beginnt in Menzoberranzan, der Stadt der Dunkelelfen, tief unter der Erde. Drizzt wird in eine düstere Welt geboren, beherrscht von einer grausamen Spinnengöttin und seiner Mutter Oberin Malice und darf nur am Leben bleiben, weil sein zweitgeborener Bruder Dinin seinen erstgeborenen Bruder während eines Überfalls ermordet. Drizzt wächst heran und wird von Zaknafein, dem Waffenmeister des Hauses Do’Urden, zum Kämpfer ausgebildet. Er schafft es, die Ausbildung an der Akademie Tier Breche erfolgreich zu absolvieren und wird ein bemerkenswerter Krieger. Ständig hin- und hergerissen zwischen seinem Gewissen und der harten Realität in Menzoberranzan, wird Drizzt in Intrigen zwischen den mächtigen Häusern der Stadt verwickelt.
Als Drizzt bei einem Überfall an der Oberfläche ein Kind verschonte, wird er von seiner Familie verstoßen und flüchtet.

Nachdem ich Gauntlgrym gelesen hatte, war dieses Buch sprachlich eher seicht. Die Hintergründe von Drizzts Leben an der Oberfläche sind aber dennoch spannend und ich werde mit Sicherheit auch die anderen beiden Teile noch lesen.

Fazit: Kann man gut lesen, vor allem, wenn man die Forgotten Realms mag.

Rolf Dobelli: Die Kunst des klugen Handelns

Rolf Dobelli: Die Kunst des klugen Handelns

Rolf Dobelli: Die Kunst des klugen Handelns

Die Kunst des klaren Denkens hatte ich ja schon rezensiert und für gut befunden, nun habe ich mir auch die Fortsetzung gekauft.
Das Buch folgt dem gleichen Schema: In 52 kurzen Texten erläutert Rolf Dobelli Denkfehler, Irrtümer und Verhaltensweisen, die uns Menschen irgendwie zu eigen sind – aber oft völlig in die falsche Richtung weisen.

Diesmal werden Themen wie die Transportierbarkeit von Wissen, das Finden echter Alternativen und zu vieles Denken beleuchtet.
Man erfährt auch, wieviel Informationen man seinen Feiden zur Verfügung stellen sollte und warum wir lieben, was und Aufwand gekostet hat. All das führt dann auch wieder zu viel Erleuchtung, rund um die Dinge, die man immer wieder falsch macht. Der Unterhaltungswert ist auch diesmal wieder gleichauf mit dem Erkenntnisgewinn.

Fazit: Auch diese Fortsetzung kann ich sehr empfehlen. Wieder lernt man von Rolf Dobelli etliche Dinge, die sehr nützlich sein können.

Frank Schätzing: Tod und Teufel

Frank Schätzing: Tod und Teufel

Frank Schätzing: Tod und Teufel

Köln, 1260:
Der Dom entsteht und mit ihm vielfältige Intrigen.
Der junge Dieb Jacob wird unfreiwillig Zeuge, als der Baumeister des Doms vom Gerüst stürzt. Ein Mord ist passiert und Jacob, der alles beobachtete, wurde entdeckt. Seine einzige Chance ist es, den Täter zu entlarven, denn er selbst wird auch verfolgt.
Auf der Flucht lernt Jacob Richmodis, die Tochter eines Färbers, kennen. Richmodis stellt Jacob schließlich ihrem Onkel vor, mit dessen Hilfe es gelingt, die Veschwörung aufzudecken.

Frank Schätzings Roman ist Krimi und Historien-Thriller gleichermaßen. Ungemein spannend zu lesen, aber das darf man von einem Schätzing auch erwarten.
Was mich besonders positiv überraschte ist, dass Schätzing, von dem ich bereits Der Schwarm, Lautlos und Die dunkle Seite gelesen hatte, die mittelalterliche Welt in eine solche Lebendigkeit darstellen kann.

Fazit: Sollte man gelesen haben, es macht echt Spaß!

Michael Crichton: Gold

Michael Crichton: Gold

Michael Crichton: Gold

Defintiv ein Crichton, das ist klar. Wenn auch kein typischer, denn meistens handelten Crichtons Romane von eher zukunftsorientierten Themen. Gold handelt von der Vergangenheit. Genauer gesagt, im 17. Jahrhundert.

Captain Charles Hunter will mit seiner Crew eine spanische Galeone voller Gold kapern. In einem Hafen, der uneinnehmbar ist. Ein Vorhaben, das bestenfalls als unmöglich gilt – wenn man nicht die richtigen Leute hat.
Doch Hunter hat genau die richtigen Leute um sich versammelt und so beginnt ein rasantes Abenteuer, von dem man keine Sekunde verpassen möchte.

Das Buch wurde 2009 posthum veröffentlicht, da Michael Crichton leider 2008 an Kehlkopfkrebs verstarb. Man merkt dem Buch auch irgendwie an, dass es nicht fertig ist. Zwischendurch gibt es Hüpfer in der Handlung und man gewinnt den Eindruck, dass da noch etwas hätte passieren sollen. Dennoch, die Handlung spannt einen soliden Bogen und lässt es nicht an Spannung fehlen.

Fazit: Für Crichton-Liebhaber wie mich eine Pflichtlektüre. Für alle anderen durchaus auch empfehlenswert.

Steve Alten: 2012 – Die Rückkehr

Steve Alten: Die Rückkehr

Steve Alten: Die Rückkehr

Den ersten Teil, 2012 – Schatten der Verdammnis, habe ich ja bereits vor einigen Jahren rezensiert. Nun ist 2012 vergangen, ohne dass irgend etwas Nennenswertes passierte.
Genauso wenig wie 2012 etwas Nennenswertes passierte, ist auch diese Fortsetzung nur wenig nennenswert.
Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll.

Sie spielt 10 bis 20 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Dominique hat Zwillinge von Michael bekommen und versucht die beiden einigermaßen behütet zu erziehen. Das klappt natürlich nicht, weil sie ja Bestandteil der Maya-Prophezeiung sind.
In einem mehrere Dekanden dauernden Hin und Her, bei dem einer der beiden Jungs telephatischen Kontakt zu einem zeitgleich geborenen Mädchen hält, dass sich zu einer besonders bösen und hinterhältigen Frau entwickelt, reisen die beiden Gabriel-Zwillinge mit ziemlich schrägen Typen irgendwo hin um dann zwischen den Welten ihren Vater zu finden, der natürlich nicht tot ist.

Die Handlung an sich ist schon irgendwie spannend, man will wissen wie es weiter geht. Aber so viele logische Fehler und unnötige Extreme wie in dieser Fortsetzung braucht es wirklich nicht. Hat einem der erste Teil gefallen, weil er in sich stimmig ist, wird man den zweiten Teil für Käse halten.

Fazit: Kein Buch, das die Menschheit gebraucht hätte. Es hat auch nichts mit 2012 zu tun. Taugt aber Erhöhung für Blumentöpfe am Fenster.

Stanislaw Lem: Solaris

Stanislaw Lem: Solaris

Stanislaw Lem: Solaris

Wenn es einen Science Fiction Roman gibt, der das Attribut “wunderschön” verdient, dann ist es Solaris von Stanislaw Lem.
Die Menschheit hat sich auf die Suche nach Leben im All gemacht und ist dabei auf den Planet Solaris gestoßen. Der Planet, bedeckt von einem einzigen großen Ozean, gehorcht völlig eigenen physikalischen Prinzipien. Über hundert Jahre wird der Planet bereits von Menschen erforscht, die mittlerweile eine Raumstation zu diesem Zweck in seiner Umlaufbahn errichtet haben, als der Psychologe Kris Kelvin nach Solaris geschickt wird.
Von den drei Wissenschaftlern an Bord kannte er nur einen und dieser hat sich einen Tag vor seiner Ankunft das Leben genommen. Die beiden anderen verhalten sich seltsam, ohne das Kelvin es sich erklären kann. Außer ihnen scheinen aber noch andere Menschen an Bord der Raumstation zu sein und eines Tages tauscht Kelvins verstorbene Freundin Harey auf.
Kelvin fürchtet, verrückt geworden zu sein, doch nach und nach kann er sich erklären, was die Ursache für die Besucher ist, die auch den anderen Wissenschaftlern an Bord erscheinen. Zu gutzer Letzt werden alle Gäste, die den drei Menschen auf Solaris erschienen sind, durch ein gezieltes Experiment eines der Wissenschaftler zerstört.
Kelvin reist daraufhin auf die Planetenoberfläche, um den Ozean zu berühren.

Fazit: Was für ein Meisterwerk. Sprachlich brilliant, wissenschaftlich plausibel und eine hochgradig spannende Handlung. Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Muß man unbedingt gelesen haben!

R.A. Salvatore: Gauntlgrym (Niewinter, Buch I)

R.A. Salvatore: Gauntlgrym

R.A. Salvatore: Gauntlgrym

Mehr als 15 Jahre war es her, dass ich die Forgotten Realms von R.A. Salvatore gelesen hatte.
Damals fand ich die Romane um den Dunkelf Drizzt Do’Urden spannend, fesselnd und habe sie mit Begeisterung verschlungen.

Als letztes Jahr eine neue Romanreihe ihren Auftakt fand, bekam ich den ersten Band als Geschenk und habe ihn natürlich sofort gelesen.
Gauntlgrym spielt viele Jahrzehnte nach den Ereignissen, die in den Forgotten Realms erzählt wurden. Nur Bruenor Heldenhammer und Drizzt Do’Urden leben noch. Das Buch beginnt spektakulär, denn im Prolog stirbt Bruenor, König von Mithril Halle. Allerdings ist sein Tod nur vorgetäuscht, denn in Wahrheit wollte Bruenor nur abdanken, um auf seine alten Tage noch einmal Abenteuer mit seinem Freund Drizzt zu erleben. Vierzig Jahre nach seinem Abdanken halten sich Bruenor und Drizzt im Süden auf, als die Stadt Niewinter einem Feuer zum Opfer fällt, verursacht, durch Kräfte, die niemand einzuschätzen vermag.
Erst zehn Jahre später erfahren die beiden das Geheimnis, das Erwachen von Gauntlgrym. Drizzt und Bruenor machen sich gemeinsam mit Jarlaxle, Athrogate und Dahlia auf den Weg zur legendären Zwergenstadt Gauntlgrym.

Ich weiß nicht, ob der Roman ein typischer Salvatore ist, es ist zu lange her, dass ich ein Buch von ihm las. Auf jeden Fall ist die Handlung rasant, auch wenn sie sich über viele Dekaden erstreckt. Das Buch ist spannend, Gauntlgrym erinnert mich an vielen Stellen an die Geschichten von Moria aus dem Herrn der Ringe. Ob Drizzt Do’Urden mit Dahlia eine Gegenspielerin oder Gefährtin für neue Abenteuer gefunden hat, wird sich sicherlich im nächsten Band zeigen. In jedem Fall sind die beiden interessante Charaktere.

Fazit: Kann man lesen, im Urlaub oder im Flugzeug.

Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens

Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens

Rolf Dobelli: Die Kunst des klaren Denkens

Ein Buch wie das von Dobelli musste meine Frau mir einfach schenken.
Und sie hat klug gehandelt, es zu tun.

Der Titel verspricht jedenfalls nicht zu viel, im Gegenteil, man wird überrascht von einer Fülle verschiedenster Denkfehler und Irrtümer, die einem im täglichen Leben immer wieder passieren. Ob privat oder beruflich, jeder, dem ich begegne, seit ich das Buch gelesen habe, setzt pro Tag mindestens eins der beschriebenen Muster perfekt um.

Dobelli erklärt unter anderen, warum man die Vergangenheit ignorieren sollte, wenn es um Sunk Costs geht und wie dass man Theorien immer zu falsifizieren versuchen sollte – statt wie die meisten Menschen, nach Bestätigung zu streben.

Ein lohnenswertes Büchlein mit 52 kurzen Kolumnen über menschliche Irrungen. Zwar wird man sie nach der Lektüre nicht vermeiden können, aber man kann bewusster mit ihnen umgehen. Und das hilft im Leben enorm.

Fazit: Sollte man gelesen haben.

Blog-Import

Es ist getan!
Ich habe es endlich geschafft, die Inhalte meines alten Blogs zu importieren.
Gar nicht so einfach, zwei WordPress-Installationen zu mergen und alle Referenzen, Kommentare usw. dabei zu erhalten.
Aber es ist mir gelungen, meine Rezensionen, Tipps zu FreeBSD und OpenSUSE und was ich sonst so geschrieben hatte, ist wieder da.

Fehlen nur noch die Reiseberichte, aber die hübsche ich erstmal mit einer Fotogallerie auf.
Nächste Woche…

LaTeX Template für die Handelshochschule Leipzig

Für meine Master Thesis über den Goldstandard, die ich zum Abschluss meines Studiums an der Handelshochschule Leipzig schreibe, habe ich ein LaTeX-Template erstellt.

Es unterstützt den kompletten Umfang der “Guidelines for writing an academic assignment” der HHL vom 11. Mai 2011. Inklusive der geradezu bösartigen Forderung, Römische Ziffern für die ersten Seiten zu verwenden und die Nummerierung am Ende der Arbeit, in der Bibliographie, fortzusetzen.

Das Grundgerüst habe ich vom LaTeX-Template der TU Chemnitz übernommen, das von Matthias Kupfer erstellt worden ist. Das komplette Template ist auf github allgemein verfügbar.